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Die Weihnachtsplätzchen

Traudl Wirsing

Kurzgeschichte zu Weihnachten für Kleinkinder / Kinder

Weihnachtskekse

Kilian kann es kaum mehr erwarten und rutscht ungeduldig zappelnd auf der
Küchenbank herum.
„Mama, wann geht´s jetzt endlich los mit dem Plätzchenbacken?“, quengelt er.
Die Mutter lächelt und holt die große Schüssel mit dem Plätzchenteig aus dem
Kühlschrank.
Kilians kleiner Bruder Ferdinand sitzt brabbelnd im Kinderstuhl. Als ihm die
Mama ein Teigstückchen in den Mund steckt, schmatzt er begeistert.
„Reich mir bitte den Teigroller, Kilian“, sagt die Mutter und gibt etwas von
dem Plätzchenteig auf die Tischplatte.

Kilian hat sich seine Lieblingsausstechformen bereits ausgesucht.
„Ich will ganz viele Sterne haben und ganz viele Herzen. Und Engel will ich auch …!“
Kaum hat die Mutter den Teig ausgerollt, legt er die Formen nebeneinander und drückt sie fest in die butterweiche Masse. Danach werden die ausgestochenen Plätzchen vorsichtig auf das Backblech gelegt.

Kurze Zeit später kommt das nächste Teigstück an die Reihe.
„Puuh, das ist ganz schön anstrengend!“, schnauft Kilian, während seine Mama die Backbleche in den heißen Ofen schiebt.
„Jetzt lassen wir alles goldgelb backen“, erklärt sie.
Kilian überlegt: „Warum machen wir eigentlich nicht das ganze Jahr über solche Plätzchen?“
„Weil Weihnachtsplätzchen etwas ganz Besonderes sind,“ ruft die Mutter und greift schnell nach dem neuen Weihnachtsbuch.
„Schau her, Kilian. An Weihnachten feiern wir, dass das Jesuskind auf die Welt gekommen ist.“ Sie tippt mit dem Finger auf ein Bild, auf dem ein in Windeln gewickeltes Kind in einer Futterkrippe liegt.
„Es muss eine ganz besondere Nacht gewesen sein, in der Jesus geboren wurde. Alles war so friedlich und still und die Hirten, die draußen auf dem Feld ihre Schafe gehütet haben, waren ganz aufgeregt, weil sie gemerkt haben, dass gerade etwas unglaublich Wunderbares passiert. Dann war da plötzlich ein hellstrahlender Engel, der hat ihnen vom Jesuskind erzählt. Und danach sind noch viele weitere Engel gekommen und alle haben sich ganz, ganz fest gefreut. Der Himmel war mit unendlich vielen Sternen übersät, die geleuchtet haben wie nie zuvor. Da sind die Hirten so schnell sie konnten zu dem Stall mit der Krippe gelaufen. Als sie das Jesuskind gesehen haben, wollten sie gar nicht mehr weggehen. Sie haben sofort gespürt, dass es ein ganz besonderes Kind ist, ein kleiner Junge, der einmal viel stärker sein wird als die mächtigsten Herrscher der Welt und der Frieden und Freude in das Leben der Menschen bringen wird. Ihre Herzen haben ganz laut geklopft, …“ „… weil sie so glücklich waren?“, fragt Kilian gespannt.

Die Mutter nickt.
„Ja. Und weil alle Menschen Frieden auf der Welt haben möchten, denken wir an das Jesuskind und feiern seine Geburt jedes Jahr mit einem großen Fest: Da werden die Häuser geschmückt, überall stehen Weihnachtsbäume mit glänzenden Lichtern, viele Eltern gehen mit ihren Kindern in die Kirche zur Christmette und singen dort wunderschöne Weihnachtslieder. Omas und Opas kommen zu Besuch, alle Leute sind fröhlich und lachen. Die Kinder und auch die Erwachsenen bekommen Geschenke und – was noch, Kilian?“ Die Mama blinzelt verschmitzt und schiebt ihm ein paar Mandelblättchen in den Mund.
„Und … Weihnachtsplätzchen werden gegessen!“, ruft Kilian begeistert und hüpft wie ein Schneehase auf der Sitzbank herum.
Ferdinand findet das sehr lustig und kräht vergnügt.
„Ja, jedes Jahr backen wir in der Weihnachtszeit Sterne, um daran zu erinnern, dass in der Heiligen Nacht, in der das Jesuskind geboren wurde, am Himmel unvorstellbar viele glitzernde Sterne zu sehen waren.
Wir backen Engel, weil Engel den Hirten von der Geburt des Jesuskindes erzählt haben.
Und wir backen Herzen, weil die Menschen tief in ihren Herzen gespürt haben, dass das kleine Kind in der Krippe uns allen Frieden und Freude bringen wird.“
Kilian ist ganz still geworden.
„Das ist so schön, Mama. Kannst du mir die Geschichte noch einmal erzählen?“
„Natürlich!“ Die Mutter lächelt.
„Aber erst müssen wir die Plätzchen noch mit Zuckerguss bestreichen und bunte Streusel draufgeben. Und danach kuscheln wir uns ganz eng auf das Sofa und ich erzähle euch die Weihnachtsgeschichte nochmals ganz von vorne.“

sterntaufe

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